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Deutschland 1996

 

Briefmarkengalerie

Anti-Drogen

Dominikanische Republik 1973

Deutsches Reich

1936

 

Anlaß

Opiumstelle im Reichsgesundheitsamt in Berlin

 

 

BEKÄMPFUNG DES RAUSCHMITTELMISSBRAUCHS


Anfänge in Deutschland


Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1867 unterlag dem Bund die Beaufsichtigung der Maßregeln der Medizinal- und Veterinärpolizei (Artikel 4 Nr. 15 der Verfassung). Diese Zuständigkeit erhielt auch das Reich in der Verfassung von 1871, ohne jedoch über eine entsprechende Behörde zu verfügen. Erst eine Resolution des Bundesausschusses für Handel und Verkehr von 1873, sowie Beratungen im Reichstag im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Reichsimpfgesetzes von 1874, führten schließlich 1876 zur Gründung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes mit Sitz in Berlin.

Diese Einrichtung wurde 1918 in Reichsgesundheitsamt umbenannt, 1924 wurde die Opiumstelle integriert.

 

Am 10. Dezember 1929 wurde das Opiumgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz beruht auf eine Auflage der Siegermächte nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg (Umsetzung des Haager Abkommens von 1912 gemäß Artikel 295 des Versailler Vertrages).

Vorausgegangen war 1909 die internationale Opiumkonferenz in Shanghai, wo auf Initiative der USA und Großbritanniens über die Einführung einer Opium-Prohibition debattiert wurde. Deutschland nahm an dieser Konferenz nicht teil.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren in Deutschland Opium-Derivate oder auch Kokain in der Medizin sehr verbreitet. Nun wurden diese Stoffe verschreibungspflichtig und waren nur noch zu medizinische Zwecken legal zu erwerben.

Abgelöst wurde das Opiumgesetz erst am 10. Januar 1972 durch Inkrafttreten des Betäubungsmittelgesetzes, welches den Umgang mit Betäubungsmittel nunmehr regelt.

 

 

Historie der Betäubungsmittel-

Gesetzgebung bis Heute

 

1912 Internationales Opiumabkommen

 

1919 Deutschland verpflichtet sich im Versailler Vertrag zur Anerkennung des internationalen Opiumabkommens.

 

1924 Einrichtung einer Opiumabteilung im Reichs- gesundheitsamt

 

1929 Opiumgesetz

 

1931 Internationales Abkommen zur Beschränkung der Herstellung und zur Regelung der Verteilung von Betäubungsmitteln

 

1952 Die Bundesopiumstelle nimmt als Einrichtung des neu geschaffenen Bundesgesundheitsamtes ihre Tätigkeit in Koblenz auf.

 

1959 Der Dienstsitz der Bundesopiumstelle wird nach Berlin verlegt.

 

 

1961 Internationales Übereinkommen über Suchtstoffe

 

1968 Die UN errichtet in Wien das Internationale

Suchtstoffkontrollamt (INCB).

 

1971 Internationales Übereinkommen über psychotrope Stoffe:

 

1982 Betäubungsmittelgesetz (BtMG)

 

§ 5 (1) Nr. 6 BtMG

... Zweck dieses Gesetzes, die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, daneben aber den Missbrauch von Betäubungsmitteln ... sowie das Entstehen oder Erhalten einer  Betäubungsmittelab- hängigkeit  soweit wie möglich auszuschließen.

 

1984 - 2002

Insgesamt 17 Betäubungsmittel - Änderungs-verordnungen, mit denen neue Stoffe dem BtMG unterstellt und Regelungen aktualisiert wurden.

 

1988 Internationales Übereinkommen gegen den unerlaubten Verrkehr mit Suchtstoffen und psychotropen Stoffen.

 

1991 Das Zentrale  Suchtmittelbüro der DDR wird in die Bundesopiumstelle integriert.

 

1994 Das Bundesgesundheitsamt wird aufgelöst. Die Bundesopiumstelle besteht fort als Abteilung des neu errichteten Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

12/1999 Die Bundesopiumstelle nimmt ihre Arbeit in Bonn auf.