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Die Heilsarmee

 

„ Solange Frauen weinen, wie sie es jetzt tun -
will ich kämpfen;
solange Kinder Hunger leiden müssen,
wie sie es jetzt tun – will ich kämpfen;
solange Menschen in Gefängnisse müssen,
rein und raus, rein und raus,
wie sie es jetzt tun – will ich kämpfen;
solange es Mädchen gibt, die auf der Straße
unter die Räder geraten,
solange es eine Seele gibt, in der das
Licht Gottes noch nicht scheint –
will ich kämpfen –
Ich kämpfe bis zum letzten Atemzug!“


William Booth   - Gründer der Heilsarmee –


Diese Worte des Heilsarmeegründers William Booth aus seiner letzten öffentlichen Rede, die er im Jahre 1909 vor 7000 Menschen in der Royal Albert Hall in London hielt, haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Not der Menschen ist die gleiche geblieben. Immer noch gibt es – auch in unserer Wohlstandsgesellschaft – unendliches Leid.
Noch immer hungern die Menschen – nicht nur nach Brot -, sondern nach Liebe, Geborgenheit, Anerkennung. Noch immer sind die Gefängnisse überfüllt mit Menschen, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Noch immer verfinstern böse Gedanken und Taten die Herzen vieler.
Darum ist der Auftrag der Heilsarmee nicht beendet: Das Evangelium zu verkünden und Menschen in ihrer Not zu helfen.

 

Die Anfänge der Heilsarmee


Der Gründer der Heilsarmee, William Booth, wurde am 10. April 1829 in Nottingham (Mittelengland) geboren. Schon in seiner Kindheit mit Armut konfrontiert, erkannte William Booth immer mehr die erschütternde soziale und geistliche Not seiner Mitmenschen, besonders in den Ostlondoner Slums. Da die zu den Randgruppen der Gesellschaft gehörenden Menschen nicht in die Kirchen kamen, erkannte Booth sehr früh: „Die Kirche muss zu den Leuten gehen!“
Unter viel Spott und Unverständnis von Seiten der „Frommen“ fing William Booth an auf den Straßen Ost Londons zu evangelisieren. Zu jener Zeit war er Methodistenpastor. Heftige Ablehnung von Seiten bestehender christlicher Kirchen verhinderte, dass sich die „Neubekehrten“ bei ihnen integrieren konnten. Unterstützt von seiner Ehefrau Catherine rief Booth daher die Ost-Londoner Christliche Erweckungsgesellschaft“ ins leben, die 1870 in „Christliche Mission“ umbenannt wurde.
Die Versammlungen (Gottesdienste) wurden vor verrufenen Kneipen, auf Plätzen, Straßen und Gassen abgehalten. Da eine straff organisierte Bewegung ihre Arbeit effektiver durchführen konnte, nahm die Missionsgesellschaft nach und nach militärische Züge an. 1878 erhielt sie den Namen „Die Heilsarmee“.
Ihr erster Leiter war der „General“ William Booth.  Die Gemeindestationen nannte man nunmehr „Korps“, die hauptamtlichen Mitarbeiter „Offiziere“ und die übrigen Mitglieder „Soldaten“. Die Fahne und die Uniform wurden eingeführt.

Vielen Kneipen- und Bordellwirten gefiel es nicht, dass die Heilsarmee die Bevölkerung der Londoner Elendsquartiere vom übermäßigen Alkoholkonsum abhalten wollte.
Die Heilsarmeesoldaten wurden massiv angegriffen und oft verletzt, einige sogar getötet. Erst als gegen Ende der 1880er Jahre die Heilsarmee in der Öffentlichkeit mehr und mehr anerkannt wurde, hörten die Verfolgungen allmählich auf.
Im Spätsommer 1878 erklangen zum ersten Mal Blasinstrumente in einer Freiversammlung (Gottesdienst unter freien Himmel) der Heilsarmee. Im englischen Salisbury hatte eine große Menschenmenge eigentlich geplant, durch das Singen von Schlagern die Stimmen der Heilssoldaten zu übertönen. Doch Freunde der Heilsarmee, die gemeinsam ein Instrumentenquartett bildeten, verschafften ihr energisches Gehör. Die Verwendung von Blasinstrumenten im Gottesdienst war zunächst sehr ungewöhnlich, verbreitete sich jedoch rasch. Die „Brass Music“ wurde nach und nach durch andere Musikstile ergänzt. Heute ist Musik ein Kennzeichen der Heilsarmee und aus ihren  Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken.
Zu jener Zeit wurde in den Satzungen der Heilsarmee unter anderem festgelegt, was sich seit der ersten Predigt von Catherine Booth im Jahre 1860 mehr und mehr durchgesetzt hatte: Die Gleichberechtigung der Frau in allen Ämtern und Führungspositionen.


Mitgliedsformen der Heilsarmee


Heilssoldaten

Heilssoldaten (Salutisten) sind ehrenamtliche Mitglieder, die eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus getroffen haben. Es ist ihnen ein Anliegen, aus ihrem christlichen Glauben heraus zu leben und der Gesellschaft mit ihren Gaben und Fähigkeiten zu dienen. Als ein persönliches Bekenntnis zu Jesus Christus tragen sie die Uniform.
Beim Eintritt unterschreibt ein Heilssoldat das Glaubensbekenntnis der Heilsarmee. Er erklärt, dass er für Gott leben möchte und sich von Alkohol, Tabak und allen enthalten will, was seinen Körper, seine Seele oder seinen Geist abhängig machen können.

 

Mitglieder des Freundeskreises

sind Personen, die die Heilsarmee als ihre Kirche, ihre Gemeinde betrachten.
Sie wollen ihr Leben nach christlichen Maßstäben ausrichten und tragen das Glaubensbekenntnis der Heilsarmee mit. Sie nehmen an der Gemeinschaft und am praktischen Dienst teil, ohne Uniform zu tragen.

 

Offiziere

Sind ordinierte Geistliche, die nach dreijähriger theologischer und praktischer Ausbildung im Korps, Sozialeinrichtungen oder der Verwaltung der Heilsarmee arbeiten. Die Offiziersränge Kapitän bzw. Major werden nach Zahl der Dienstjahre verliehen. Der Rang eines Oberstleutnants, Obersten oder Kommandeurs ist für bestimmte Ämter vorgesehen.

 

Die Heilsarmee entwickelt sich in eine weltweite christliche Gemeinschaft!


Die Heilsarmee –  mittlerweile eine internationale Bewegung – betrachtet sich als ein Teil der weltweiten allgemeinen christlichen Kirche, deren Haupt Jesus Christus ist, obwohl sie sich in ihrer Konzeption und Methodik von andern christlichen Gruppierungen in vielen Dingen unterscheidet.
1865 in London, England, von William Booth gegründet, breitete sie sich rasch über die ganze Welt aus.
Trotz der Rassen-, Sprach- und Klassenunterschiede und unterschiedlicher kultureller Tradition verbindet die Salutisten aus 115 Ländern eine einmalige Gemeinschaft.
Obwohl die Heilsarmee als Evangelisationsbewegung gegründet wurde, stellte sie sich eigentlich von Anfang an auch den sozialen Problemen ihrer Zeit. So entwickelte sie sich im laufe der Jahre zu einer der großen karitativen Organisationen, die mit Engagement und qualifizierter Hilfeleistung auf die Nöte der Länder reagiert, in denen sie arbeitet. Ihre Neutralität  in Sachen Politik gestattet es ihr, mit anderen internationalen Hilfsgruppen und Regierungen zusammenzuarbeiten.

 

Ihre Mitglieder nennen sich Salutisten


Ein Salutist ist ein Heilssoldat, das heißt, ein aktives Mitglied. Salutisten kommen aus allen Gesellschaftsschichten und aus allen Teilen der Welt. Man findet sie unter den Arbeitern der Müllabfuhr oder unter Ministern; es gibt unter ihnen Analphabeten und Akademiker.
Es gibt Salutisten, deren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern schon mit der Heilsarmee verbunden waren; und solche, die erst seit Tagen oder Wochen dazu gehören und vorher noch nie eine Kirche von innen gesehen haben. Salutisten kennen keine Rassenschranken noch solche der Hautfarbe, de Bildung, der sozialen Stellung oder des Geschlechts.
Die Salutisten glauben, dass eine kämpferische christliche  Bewegung die straffe Organisation, Disziplin und Mobilität einer militärischen Einheit braucht. Aus eigener Erfahrung wissen sie, dass das Böse in der Welt nicht auf fromme Ermahnungen reagiert, sondern bekämpft werden muss. Dazu werden Menschen benötigt, die in ihrer christlichen Liebe genauso entschieden sind, wie die Sünder in ihrer Selbstsucht.
Das Ziel der Salutisten ist, den „ guten Kampf“ mit aller Entschlossenheit zu kämpfen. Er ist wachsam gegen seine eigenen Versuchungen, und er gewinnt andere Menschen für Gott.
De Salutisten sind überzeugt, dass der einzige Weg zur Errettung der Welt der Glaube des einzelnen an Jesus Christus ist. Es kann keine Verbesserung der Ordnung dieser Welt geben, ohne das Menschen, die in ihren Leben eine vollständige geistliche Erneuerung erfahren.
Das Glaubensbekenntnis der Heilsarmee deckt sich mit dem Bekenntnis der großen christlichen Kirchen.

 

Symbole der Heilsarmee


 

Die Fahne

Die Fahne der Heilsarmee ist ein Symbol der biblischen Glaubens-wahrheiten: die Farbe Rot symbolisiert das Blut Jesu Christi; sein Tod und seine Auferstehung brachten der Menschheit die Erlösung.
Blau steht für die Reinheit des Herzens, die Gesinnung Jesu, und Gelb für das Feuer des Heiligen Geistes.

 

 

 

 

Das Wappen

Auch im Wappen wird auf biblische Symbole zurückgegriffen: Im Mittelpunkt steht das Kreuz Jesu Christi. Die Sonne weist auf das Licht und Feuer des Heiligen Geistes hin, die Schwerter auf den Kampf gegen das Böse. Der Buchstabe „H“ steht für das „Heil“ und die Krone erinnert an die Krone des Lebens, die Gott all denen geben wird, die ihm bis zum Ende treu bleiben.
Das Wappen ist als gesetzlich geschütztes Zeichen auf allen juristisch relevanten Dokumenten, im Siegel und in den meisten Korpssälen der Heilsarmee zu finden.

 

 

 

 

Das Logo

Das Logo der Heilsarmee in Deutschland greift die Farben der Heilsarmee auf und verbindet das international bekannte „Rote Schild“ mit einem Kreuz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Uniform

Die Uniform ist heute noch das augenfälligste Erkennungsmerkmal der Heilsarmee. Sie ist einerseits ein sichtbares und offenes Bekenntnis zum Christ sein und dient andererseits als Dienstkleidung. Außerdem sind Heilssoldaten dadurch überall als Ansprechpartner erkennbar.

 

 

 

Die weltweite Arbeit der Heilsarmee in Zahlen


Bereits kurz nach ihrer Gründung im Jahre 1865 fing die Heilsarmee an, international zu arbeiten. Im Jahre 1912 war sie schon in 58 Ländern vertreten – von Island bis Südafrika, von Kanada bis Neuseeland. Damals konnten viele Orte nur durch lange strapaziöse Reisen erreicht werden.
Heute trifft man die Mitarbeiter, die von Nächstenliebe geleitet werden, in 121 Länder an, von denen uns viele als schnell zu erreichende Urlaubsländer vertraut sind.

 

 

 

 

Fakt ist, dass die Heilsarmee weltweit…

  • in 124 Ländern tätig ist und sie wird sich noch weiter ausbreiten. Das internationale Hauptquartier befindet sich in London / England
  • verkündet das Evangelium in 175 Sprachen in Wort und Schrift
  • hat 26329 ordinierte, hauptamtliche Offiziere, 1 082 166 Heilsoldaten und 107 902 Mitarbeiter
  • unterhält 209 Kinderheime mit 8500 Plätzen sowie 31 Heime für Straßenkinder
  • betreut Vorschulkinder in 732 Kindergärten und 186 Tagesstätten
  • leitet 40 Mutter-Kind-Häuser und 27 Familienberatungszentren
  • konnte in ihren Krankenhäusern und Fachkliniken im letzten Jahr 281 110 Patienten stationär und 981 568 ambulant behandeln
  • beschäftigt 3459 Ärzte und medizinisches Personal
  • besuchte 409 014 Strafgefangene und half 151 405 Strafentlassenen
  • half 272 920 Personen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind
  • leitet 54 Heime und 16 Schulen für Behinderte sowie 10 Blindenheime und 8 Blindenschulen
  • half 345 948 Personen bei nächtlichen Notfällen
  • unterhält 647 Obdachlosenheime mit Platz für 34 945 Personen
  • betreute 425 789 Personen im Seelsorge- und Beratungsdienst
  • unterhält Schulen verschiedener Stufen, in denen 494 491 Schüler von 15 831 Lehrern unterrichtet werden
  • unterhält 121 Alten- und Pflegeheime mit 6744 Plätzen sowie 437 Seniorenwohnanlagen mit 6700 Plätzen
  • ermittelte durch ihren international arbeitenden Suchdienst in 10 143 Fällen, 5660 der gesuchten Personen konnten gefunden werden
  • vermittelte 185 630 Personen eine Arbeitsstelle
  • unterhält 191 stationäre und 57 ambulante Programme für Suchtkranke (z.B. Alkoholiker) mit 15 245 bzw. 26 260 Therapieplätzen
  • unterhält 365 HIV/AIDS- Vorsorge- und Schulungsprogramme für 355 786 Teilnehmer
  • betreibt 1603 Secondhandshops und 26 Recyclingzentren
  • konnte bei allgemeinen Hilfseinsätzen 13 534 571 Menschen und bei Katastropheneinsätzen (Feuer, Überschwemmungen etc.) 1 632 409 Menschen helfen
  • unterhält 1066 Suppenküchen

Diese Statistik ist enthalten im „Year Book“ 2008 (in englischer Sprache), das ausführliche aktuelle Informationen über die weltweite Arbeit der Heilsarmee enthält.



Die Heilsarmee in Deutschland


1886 begann Fritz Schaaf in Stuttgart mit der Pionierarbeit der Heilsarmee in Deutschland, die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten bald ausbreitete.  Im Jahre 1894 arbeiteten bereits 84 Heilsarmeeoffiziere in 24 Korps und in der Hauptverwaltung in Berlin. Mit der Eröffnung des ersten Mädchenheims in Berlin am 19. November 1897 begann die soziale Tätigkeit der Heilsarmee in Deutschland. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Heilssoldaten eine bekannte Erscheinung im Straßenbild der Großstädte.

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs wurden ausrangierte „Gulaschkanonen“ des Heeres für die Speisung der hungernden Menschen eingesetzt. Damals entstand in der Bevölkerung der Spruch: „Schon wieder einen Knochen für die Heilsarmee zum Kochen“. Die Heilssoldaten baten bei den Fleischern und Marktleuten um Knochen und Gemüse für die Zubereitung der von ihnen verteilten Suppe.

„ Unterdrückt, aber nicht umgekommen“ – dieser Buchtitel über die Heilsarmee im Dritten Reich lässt erkennen, unter welche äußerst erschwerten Bedingungen die Heilsarmee zur Zeit des Nationalsozialismus arbeiten musste. Viele ihrer Gebäude wurden im Krieg zerstört.

Nach dem Krieg half die internationale Heilsarmee durch ihr „Relief Team“(Hilfstruppen) beim Wiederaufbau. Sie verteilten Lebensmittelpakete und Bekleidung und betreuten Flüchtlinge und Umsiedler. An der Grenze in Friedland erhielten über 60.000 Russland- Heimkehrer ihre erste Tasse Kakao und Brot von der Heilsarmee.

In der ehemaligen DDR wurden die Gottesdienste der Heilsarmee nach dem Mauerbau verboten. In der Bundesrepublik erhielt die Heilsarmee dagegen den Status einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Das nationale Hauptquartier verlegte seinen Sitz 1961 von Berlin nach Köln. Trotz des sozialen Netzes des Wohlfahrtsstaates blieb der Heilsarmee ein weites Arbeitsfeld.

Im März 1990 wurde die Heilsarmee in der ehemaligen DDR wieder zugelassen. Mit Eröffnung des ersten Korps (Leipzig) drei Monate später konnte die geistliche und soziale Arbeit im Osten Deutschlands wieder aufgenommen werden. In den neuen Bundesländern ist inzwischen ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Durch den unermüdlichen Einsatz während der großen Flut in Sachsen 2002 haben hier viele Menschen die Heilsarmee kennen und schätzen gelernt.

 

Rechtsstatus der Heilsarmee in Deutschland


Am 20. November 1950 wurden der Heilsarmee in Berlin und am 5 Juli 1954 durch die hessische Landesregierung die Rechte einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ verliehen. Seit dem 10 Oktober 1967 besitzt die Heilsarmee in Deutschland eine eigene Verfassung und ist gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen durch Gesetz des Landtages als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ anerkannt.

Die Heilsarmee in Deutschland ist sowohl anerkannte „Religionsgemeinschaft“ als auch öffentlich-rechtliche Körperschaft“ und damit im Sinne des Artikels 140 GG in der Fassung des Artikels 137 Abs. 5 WRV bzw. in Anlehnung an Art.7(3) Satz 2 des Grundgesetzes eine „Religionsgemeinschaft des öffentlichen Rechts“.
Die Arbeit der Heilsarmee fällt unter die von den obersten Finanzbehörden als besonders förderungswürdig anerkannten gemeinnützigen Zwecke (Mitglied im Diakonischen Werk; Anlage I – zu § 48 Abs. 2 – Abschnitt A, Nr. e EStDV).
Sie wird als mildtätige Einrichtung in der Bundesrepublik unter der Nr. 51 und in Berlin unter der Nr. 88 geführt (MinBIFin: 1949/50 S.5).

 

Finanzierungsformen


Die Heilsarmee erhält keine Kirchen- oder Kultussteuer und muss ihre Arbeit daher auf andere Weisen finanzieren:

  • Aus den freiwilligen Mitgliedsbeiträgen (im Heilsarmee-Sprachgebrauch „Patronen“ genannt) werden die Kosten für die Gemeindearbeit und die offene Fürsorge getragen.
  • Die Verkaufserlöse der Zeitschrift „Der Kriegsruf“ und die damit verbundene Wirtschaftsmissionist eine weitere wichtige Einnahmequelle.
  • Das Sozialwerk der Heilsarmee erhält für seine sozialen Einrichtungen staatliche und kommunale Zuschüsse.
  • Seit der Wiedereröffnung der ersten Korps in Ostdeutschland im Jahre 1990 wird die Arbeit dort teilweise von der internationalen Heilsarmee finanziell unterstützt.
  • Die Heilsarmee in Deutschland führt regelmäßige Sammlungen durch -  im Frühjahr für die Arbeit in Deutschland und im Herbst zur Unterstützung ausländischer Heilsarmee-Einrichtungen und Territorien. Die Spendeneinnahmen der jährlichen „Aktion Nächstenliebe“ der Frauengruppen kommen weltweit Projekten in der Frauen- und Familienarbeit zugute.
  • Eine wichtige Einnahmequelle sind die Spenden von Freunden und Förderern. Alle freien und zweckgebundenen Spenden dienen ausschließlich den gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken der Heilsarmee.
  • Durch Vermächtnisse und Erbschaften (erbschaftssteuerfrei)
  • Zur langfristigen Unterstützung der vielfältigen Aufgaben wurde im Jahre 2003 die Gemeinschaftsstiftung der Heilsarmee Deutschland gegründet.

 

Gemeinschaftsstiftung der Heilsarmee Deutschland


Die Gemeinschaftsstiftung der Heilsarmee in Deutschland wurde am 30.01.2003 als Stiftung des privaten Rechts gegründet. Sie fördert die vielfältigen sozialen und kirchlichen Angebote der Heilsarmeekorps und sozialen Einrichtungen für Mitmenschen in Deutschland – Kinder, Jugendliche oder Ältere, Menschen ohne eigene Wohnung oder einsame, mittellose Bedürftige.

 

Die Arbeit des Sozialwerks


Wenn ein Mensch seinen Platz im Leben verliert, seine Zuversicht und seinen Glauben, dann braucht er würdevolle Unterstützung.

Wenn Eltern für ihr Kind eine Tagesstätte suchen, die Raum für die eigene Entwicklung bietet und soziales wie kreatives Lernen fördert, dann erwarten sie beste Betreuung.

Wenn ein alter Mensch dort leben will, wo seine Fähigkeiten gestärkt und Hilfe individuell geleistet wird, dann wünscht er sich ein richtiges Zuhause.

Wenn ein Mensch Orientierung sucht, sich nach Gemeinschaft sehnt oder Sinnvolles tun will, dann braucht er verlässliche Perspektiven.

Das Sozialwerk der Heilsarmee unterstützt, ist kompetent, gibt Halt und bietet jedem Menschen den richtigen Platz.

 

Einrichtungen des Sozialwerks in Deutschland


Alten- und Pflegeheime

Berlin Evangeline-Booth-Haus

 

Krefeld Gösta-Blomberg-Haus

Kindertagesstätte

 

Berlin Kita

 

Suchdienst

 

Gefängnisseelsorge

 

 

 

Einrichtungen für Männer

 

Berlin William-Booth-Haus


Frankfurt Haus Windeck


Göppingen Männerheim


Göttingen Männerheim


Hamburg Jakob-Junker-Haus


Kassel SCK


Köln Erik-Wickberg-Haus


Lübeck Männerheim


München William-Booth-Heim

 

Nürnberg Haus Rothstein

 

Stuttgart FSH

 

Wiesbaden Männerheim

 

Einrichtungen für Frauen

 

Kassel SCK

 

Nürnberg Catherine-Booth-Haus

 

Wiesbaden Hildegard-Bleick-Haus

 

Werkstätten

 

Hamburg Beschäftigungswerkstatt

Nürnberg

 

Beratungsstellen

 

Freiburg SBW

Hamburg Park-In

 

Hamburg Beratungsstelle Wallgraben

 

Die Heilsarmee in Deutschland besteht zurzeit aus...

  • 155   Offizieren
  • 1029 Soldaten
  • 445   Freunde/Anhänger
  • 65     Juniorsoldaten
  • 43     Korps (Gemeinden), davon je eins in Litauen (Klaideda, Starachawice) und Polen (Warschau)
  • 6      Vorposten

Die Heilsarmee in Deutschland...

  • unterhält 40 Sozialeinrichtungen
  • ist Arbeitgeber für 730 Angestellte
  • hat ca. 19 000 Förderer