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Chile 2005

 

Briefmarkengalerie

Anti-Drogen

China / Taiwan 1995

China/Taiwan

03.06.1973

 

Anlaß

Persönlichkeiten

Lin Zexu, Opiumkrieg

 

 

Kataloge

Scott:
1834

Stanley Gibbon:
#

Michel:
957

Motivbeschreibung:

 

Lin Tse-hsu (1785-1850), Politiker und Hoher Beamter während des Opiumkrieges

 

Der weltweit erste Drogenbeauftragte


Unter dem Eindruck der ökonomischen Schwierigkeiten und der Korruption der chinesischen Beamtenschaft im Bezirk Kanton, die sich auf die chinesische Gesellschaft auszuweiten begann und die staatliche Autorität schwächte, berief der Kaiser Daoguang den Großen Rat ein. Zur Diskussion standen verschiedene Möglichkeiten, dem  Drogen (Opium) Problem zu begegnen: – das Problem ignorieren (von den heimlichen Nutznießern empfohlen), – den Handel legalisieren und so selbstfinanziellen Gewinn erzielen und – radikal dem Einfall der Weißen mit Entschlossenheit begegnen und radikal den Drogenhandel unterbinden.

Man entschied sich für die letztere.

1835 setzte der Kaiser hierfür Lin Tse-hsu, einen jungen Gelehrten und Beamten, als ersten Drogenbeauftragten der Geschichte ein. Dieser hatte die englische Kultur und Religion studiert und meinte im Vergleich der Religionen beider Kulturen zu erkennen, dass die Kolonialmacht ihren Erfolg der Zielstrebigkeit verdankte, die von der „enormen Sachlichkeit“ der weißen Kultur und Religion ermöglicht wurde. So empfahl er dem Kaiser, das Problem nicht länger als theologisches sondern als sachliches, militärisches zu behandeln.

 

Der erste Opiumkrieg 1839-1842


In Kenntnis der Rolle der Kollaborateure unter seinen chinesischen Landsleuten im illegalen Opiumschmuggel und -handel verbreitet Lin Angst und Schrecken unter ihnen, indem er mit drastischen Maßnahmen, wie Inhaftierung oder Hinrichtung, seine Entschlossenheit im Kampf gegen den Opiumschmuggel unter Beweis stellte. So gelingt es ihm 1839, die gesamten Opiumbestände in der Provinz Kanton in seinen Besitz zu bringen und zu vernichten. Unterstützt wird er in seinen Bemühungen von einer Volksbewegung aus den südlichen Provinzen Kantons. Diese hatte zum Ziel die drohende Kolonialisierung Chinas abzuwenden und wandte sich in einer breiten und erfolgreichen Kampagne gegen das Opiumrauchen. Zehntausende von Opiumrauchern gaben ihre Pfeifen ab und schworen zukünftige Abstinenz. Gleichzeitig erließ Lin eine Generalamnestie für die inhaftierten Konsumenten von Opium und verstärkte seine Streitkräfte.

In einem Ultimatum forderte er die englischen und US-amerikanischen Dealer auf, ihre gesamten Opiumvorräte, also auch die auf den Schmugglerschiffen befindlichen, abzugeben, die Schmuggelschiffe abzuziehen und schriftlich zu erklären, den Opiumschmuggel nunmehr einzustellen. In einer militärischen Aktion gelang ihm die Sicherstellung des Opiums und dessen Vernichtung. Über eine Millionen Pfund Opium gingen in Rauch auf.

Die Engländer zogen sich daraufhin ersteinmal zurück.


 

 

Petition von Lin Zexu an die Königin von England